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Man kann so schnell nicht basteln wie das Wetter das Holz dahin raft. Naja, die Kellertür (aussen) war bestimmt 50 Jahre alt. Geht also noch - Nun aber ist die Zarge vermodert und aus der Wand gefallen. Also mache ich eine einfache Blockzarge und verbaue erstmal wieder die alte Tür.

Die kaputten Beton-Treppen schütte ich bei der Gelegeheit auch neu.

Is ja handwerklich gesehn nicht so der Hammer. Aber mit den bescheidenen Mitteln mit denen ich auskomme, könnte man schon glauben das es einen gewissen Wirkungsgrad entfacht. Mit 1.000,- Euro Dewalt hier und 1.000 Euro Festool da, wäre ich vermutliche auch nicht besser.

PS: Es ist schon sehr lange her das ich in diesem Kriechkeller hockte und davon träumte, die langsam verrottende, Tür wieder instand setzen zu können. Heute kann ich es!!


Ich habe mir kesseldruckimprägniertes Gartenholz aus dem Baumarkt geholt. Das ist günstig und hatte auch die Maße, die ich so brauche.

Verzapfen und falzen muß man das Ganze. Ich mache alles auf meiner Desater-Tischsäge. Das Beste ist die Federklemme sonst ist alles Mist.
Das erfordert totale Konzentration - Ne gar nicht. Nur schieben und nix von den Finger abschneiden.
Supi, alle Finger noch dran! Und gefalzt ist es jetzt auch ganz schön.

Quer zum Balken habe ich mit der Kapzugsäge geschlitzt. Nur auf der Stirnseite geht es nicht. Da ich den Balken nicht hochstellen und über die Säge schieben kann.

Den Rest mache ich nun mit der Japan-Säge! Mal sehen was dabei rauskommt. Puh, ein Stemmeisen hab ich mir auch schon gekauft.


... viel Zeit vergeht. Ich habe keine und deswegen ist
nun Winter...
Gotcha!! Kettensägermassaker, auf spanisch. Manuell eben! Aber wie man sieht ist es standfest, was ich da zusammen gesägt habe.

Anmerkung: Falls sich jemand über die Höhe der Tür wundert. Nein ich habe mich nicht vermessen. Unser Keller ist eine Hobbit-Höhle (Kriechkeller).
 


Man beachte die "geschickteste" Verzwingung.

Zu erst habe ich alles einmal trocken aufgebaut. Dann wieder auseinander genommen, mit Leim eingestrichen und wieder zusammen gesteckt.

Ein Abstandshölzchen gesägt, damit meine Zarge ein Rahmen wird. Dann auf der offenen Seite ein Brett hinzugefügt damit ich die Bänder spannen kann. Die ziehen den Querbalken nach unten. Dann die große Zwinge angesetzt, die die Seitenbalken gegen den Querbalken preßt. Und zum Schluß die beiden Zwingen, die die Verzapfung zusammen drücken - Viola!
Endlich habe ich es geschafft meine Türbänder zusetzen, das Schließblech einzufräsen und alles zusammen zuleimen.

Meine Erfahrung mit der Badezimmer-Zarge kommt mir hier zu Gute. Dieses Stück ist zwar keine filigrane Meisterarbeit, aber so große Werkstücke zu verarbeiten ist auch keine Selbstverständlichkeit.
 



Ich fande das Kesseldruckimprägnierung aber nich sonderlich tief ins Holz eindringt. Also hab ich noch was Öl drauf geträufelt. So, das Öl ist wohl trocken. Jedenfalls so weit, das man die Zarge schon mal  hinstellen kann. Da ich auch die Elektrik verändern will gibt es hier noch mehr zutun.


... wieder viel Zeit vergangen. Der Winter ist vorbei
Die Tür paßt auch rein. Allerdings schuppert das Türblatt, rechts, ein wenig. Das finde ich enttäuschend. Ich dachte das kann ich besser. Vielleicht hätte ich beim einpassen, die Zarge schon verleimen sollen. Jede Abweichung vom Endprodukt macht immer eine mehr oder weniger große Ungenauigkeit.  
Ich hab mir ein langen Bohrer gekauft und mach jetzt durch die Wand. Für das Aussenlicht. Eingeschäummt und noch mal Öl drauf; Tür ein bisschen gehobelt.
Jetzt ist endlich "fäddich".
 
So, jetzt "habe ich fertig" - endlich. Neue Zuleitung, Lampen, Schalter, Steckdosen. Ach ja, Türzarge... hatte ich schon ganz vergessen. Was das dumme Gebastel immer dauert. Oder ist es die dumme "Arbeit" die einen von der Arbeit abhält :)